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Jugend

Kings Familie war sehr religiös. Der Name Martin Luther war für den Vater und später für den Sohn Ausdruck tiefen religiösem Empfindens. Seine Schulzeit durchlief er mit Leichtigkeit. Er erlebte in seiner Jugend die Rassentrennung und die Diskriminierung. Ein Amerikaner, H.L. Mencken schrieb über sein Bild der Schwarzen : „ the educated Negro of today is a failure, not because he meets insuperable difficulties in life, but because he is a Negro. His brain is not fitted for the higher forms of mental effort; his ideals, no matter how laboriously he is trained and sheltered, remain those of a clown." (aus Time, 3. Januar 1964). Ein Erlebnis während einer Busreise war prägend für die damalige Situation. Martin Luther King und sein Lehrer mussten extra ihre Plätze räumen, weil Weisse sich hinsetzen wollten. King sagte später:
„When we didn't move right away, the driver started cursing us out and calling us black sons of bitches. I decided not to move at all, but my teacher pointed out that we must obey the law. So we got up and stood in the aisle the whole 90 miles to Atlanta. It was a night I'll never forget. I don't think I have ever been so deeply angry in my life." ( aus Time, 3. Januar 1964). Seine Haltung den Weissen gegenüber war trotzdem nicht radikal, er wollte mit friedlichen Mitteln, durch Überzeugung etwas gegen die Diskriminierungen unternehmen. Er wollte in dieser Angelegenheit nicht nur Zuschauer sein. Martin Luther King jr.wurde mit 17 Jahren zum Pfarrer geweiht. Er besuchte das Crozer Theological Seminary, um Theologie zu studieren . Es gab hier nur sechs schwarze Studenten. Aus Angst, die Standards der Weißen nicht zu erreichen, studierte er sehr intensiv. Er las Plato, Locke, Rousseau, Aristoteles und vor allem Ghandi, dessen Gewaltlosigkeit ihm sehr beeindruckte. King sagte über den großen Inder: „From Gandhi I learned my operational technique“ (aus Time, 3. Januar 1964) .1951 beendete er sein Studium. Er war jetzt ein ausgebildeter Pfarrer .Er war der Beste seiner Klasse. Nach seinem Abschluß studierte er an der Universität von Boston. 1953 heiratete er Coretta Scott. Martin Luther King jr. hatte mehrere Angebote für die Zeit nach seinem Studium. Er wählte aber nicht den „einfachen“ Weg, er entschied sich für eine Pfarrerstelle im Süden. Im darauffolgenden Jahr wurde er Pastor in der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery(Alabama). 1955 wurde ihm die Titel eines Doktors der Philosophie verliehen.

Erste Erfolge - Montgomery

King gründete ein Komitee, damit schwarze Kinder die Schule besuchen konnten, ausserdem förderte er schwarze Künstler der Gemeinde. Die Verhaftung von Rosa Parks, die sich geweigert hatte, einem Weissen im Bus Platz zu machen, führte zu einem unerwarteten Zusammenschluß der schwarzen Bevölkerung. Sie riefen zum Boykott der städtischen Busse auf. King wurde gebeten, diesen Boykott anzuführen. King hielt die schwarze Bevölkerung in dieser Zeit davon ab, Geschäfte von Weissen zu boykottieren, weil er eine weitere Eskalation der Auseinandersetzungen verhindern wollte. Er organisierte einen „Carpool“ als Ersatz für die bestreikten Busse der Stadt. Dieser Streik dauerte 381 Tage und erregte im Ausland Aufsehen, und es gab nicht nur verbale Zustimmung, sondern auch finanzielle Unterstützungen für die Bewohner der Stadt. Der gewaltlose Widerstand hatte 1956 Erfolg, als der Oberste Gerichtshof jede Art von Rassentrennung in den Bussen der Stadt verbot.

Birmingham

In Birmingham führte er die Schwarzen mit Workshops in die Methoden des gewaltlosen Widerstandes ein. Die Stadt wurde von King als Metropole der Rassentrennung bezeichnet. Zahllose friedliche Demonstrationen zogen durch die Stadt. Der Sicherheitschef von Birmingham, Eugene „Bull“ Connor, ein überzeugter Rassist, ließ mehr als 3300 Schwarze ins Gefängnis werfen, darunter auch King. Connor ließ auch fast 1000 Schulkinder festnehmen, die am 2. Mai 1963 in der Stadt demonstrierten. Er erreichte damit aber nur das Gegenteil. Diese Aktionen führten zur großen Bekanntheit des Predigers. Zahlreiche Morde an Schwarzen im Süden der USA erschütterten die Öffentlichkeit. Als Folge dieser Ereignisse wurden die Verordnungen der Rassentrennungen im Öffentlichen Leben in vielen Städten aufgehoben.

Washington

Die Schwarzen entwickelten in dieser Zeit ein neues Selbstbewusstsein. Sie entdeckten ihre afrikanische Abstammung und lebten die Kultur ihres „Heimatkontinents“. Am 28. August 1963 erfolgte der Marsch auf Washington („I have a dream“.) 250000, darunter 60000 Weiße, demonstrierten friedlich, um auch die Bürgerrechtsgesetzgebung Präsident Kennedys zu unterstützen. Die Ermordung Kennedys am 22. November 1963 traf die Bürgerrechtsbewegung stark. Lyndon B. Johnson sorgte dafür, das die Gesetze schließlich verkündet wurden .Martin Luther King erhielt in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.

Vietnam

Martin Luther King wollte auch im Norden der Vereinigten Staaten den gewaltlosen Widerstand verankern. Er hatte dabei weniger Erfolg. Es kam zu blutigen Rassenunruhen, so in Chicago, aber auch in Watts, Los Angeles.Martin Luther Kings Haltung gegen den Vietnamkrieg wurde nicht von allen seinen Weggefährten geteilt. Viele waren anderer Meinung sogar sein Vater meinte er solle sich raushalten. Er wurde zum ungerngesehenen Gast im Weissen Haus.

Attentat

Eine Demonstration am 28. März endete in Krawallen, Plünderungen und Bränden. Es war das erste Mal, dass eine Demonstration, die er anführte, gewalttätig wurde. Es gab Vermutungen, dass das FBI schwarze Jugendliche zu den Krawallen anstiftete. Am 3. April 1968 sagte er in einer Rede, dass er das „promised Land“ gesehen habe: Dies wurde von vielen als Todes Wahrung gesehen. Am 4. April wurde er von James Earl Ray erschossen. Er wurde für 99 Jahre verurteilt. In über 100 Städten kam es nach der Ermordung Kings zu Krawallen, bei denen 39 Menschen ums Leben kamen, Washington brannte. Ihm wurde ein Nationalfeiertag in den USA gewidmet, den dritten Montag im Januar .